--beef-beef-beef--

An Silvester gabs ordentlich Beef. Was ja auch klar ist, schließlich muss man als guter Linker am Ende des alten Jahres den Bullen mal zeigen, wo der Hammer hängt, um sich danach mit gutem Gewissen ins Bett zu legen, und erst auf die Straße zu gehen wenn der beste aller imperialistischen Staaten mal wieder Krieg führt…
Doch so mancher Beef war begründet. In Leipzig, der Stadt in der die Stimme der Vernunft noch nicht ganz verstummt ist, gabs am Kreuz Beef so dass die Frankfurter Rundschau titelte:

Im Leipziger Stadtteil Connewitz griffen rund 150 teils betrunkene Jugendliche Polizisten an.

Jawoll. Volle Solidarität.
Beef gab es auch in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgard und in Rostock.
Auf Blogsport gabs auch ordentlich Beef. EinBlog kramt alte Vorwürfe wieder raus, um die Antideutschen zu beefen, bei i*m*v gibts blogsportnews, die man kennen muss und bei indymedia beeft man sich wegen dem „besten aller imperialistischen Staaten“. Lizas Welt hat dazu passende Worte gefunden. Uns selbst nimmt der Spiegel die Polemik vorraus, in dem er über eine Waffenruhe schreibt, die Israel ablehnt. Schließlich hat die FeindbildKonstruierenRedaktion auch abgelehnt, auf Platz 1 der Blogsport Top10 zu landen…
Um den Rundumschlag gelungen zu beenden, jibbet es noch Musik auf die Ohren, es muss ja auch Zeit zum Raven bleiben.

Raven für Lau:


00:00:01- Das beste aus 2009

Um ätzende Diskussionen um schlecht oder nicht ganz übel zu vermeiden, geben wir das urteil „Teilweise echt mies“. Aber: für umsonst.

Audiolith Weihnachtsgeschenk

Sehr viel schönes dabei, nur die Gitarren zwischendurch nerven. Ansage an Audiolith: Gitarrenmusik raus, mehr Bass.

Rampue- Elektronische Tanzmusik
(illllllllegal!)
Sehr schönes Teil, wer hart raven möchte hole sich diese Daten. Wunderbar!


13 Antworten auf “--beef-beef-beef--”


  1. 1 ♥Tekknoatze 05. Januar 2009 um 16:20 Uhr

    Schade, dass alte Vorwürfe nicht automatisch veraltete Vorwürfe sind.

  2. 2 Jusof Wurstmullah 05. Januar 2009 um 16:24 Uhr

    in diesem fall schon. mit „Fahnentrubel“ und identitätsvorwurf hat der herr genosse grigat abgerechnet. und wo antideutsche zur eskalation im nahen osten beitragen musst du schon mal belegen bei so nem vorwurf.

  3. 3 ♥Tekknoatze 05. Januar 2009 um 18:40 Uhr

    Fahnentrubel, offensichtlich wenn man sich so einige antideutsche Blogs anguckt, oder? Offensichtlich nicht veraltet.
    Mit beitragen waren die Blogeinträge gemeint, die die Antideutschen in Sphäre blasen. Offensichtlich nicht veraltet.
    Identitär? Ich glaube das inflationäre Geposte von Fahnen, schicken IDF-Soldaten etc. ist nichts anderes als identitäres Eingeschwöre auf die liebste Nation. Offensichtlich nicht veraltet, werter Herr Wurstmullah.

  4. 4 Jusof Wurstmullah 05. Januar 2009 um 19:07 Uhr

    schön, dass sie mich sogar mit meinem namen ansprechen.
    was das pubertäre geblogge so manches heinies auf blogsport angeht, werden sie recht haben, werte frau tekknokatze. sie erheben diese vorwürfe jedoch gegen alle „lieben antideutsche“ – da zählen wir uns drunter – lieb sind wir und antideutsch (jaaaa, wer hätte das gedacht) auch. ich hoffe nur unser schniekes meta bild ist für dich keine inflation. und ob die beiträge auf blogsport nun wirklich irgend jemanden in israel oder palästina interessiert… außer ein paar tastaturen junkies die jetzt von tel aviv ihrer sucht nachkommen wohl kaum.

  5. 5 ♥Tekknoatze 06. Januar 2009 um 16:41 Uhr

    Tatsächlich erhebe ich die Einwürfe gegen alle Antideutschen.
    Ob ein Bild mit Nationalfahne inflationäres Fahnengeblogge ist? Nein, sicher nicht. Trotzdem, dem sollte man sich bewusst sein ist es die Identifikation mit einer bürgerlichen Nation. Diese Nation führt Krieg, schiebt ab und macht sich ebenso wie andere Nationen Ideologien zu Nutze, die sich für eine progressive Bewegung verbieten sollten. So nobel der Zweck der Gründung Israels war und ist, ich möchte Israel als Brocken in dem Haufen Scheiße der heutigen Realität nicht missen, so wenig nötig ist es doch aber auch sich mit dieser Konstruktion gemein zu machen. Ist doch das Ziel nicht Israel zu verteidigen, das schaffen die auch ganz easy ohne die Linke Deutschlands, sondern viel mehr die kapitalistisch verfasste Gesellschaft abzuschaffen.
    Und da ist dann das Problem mit der antideutschen Fahnenschwänkerei, ob bei knox, lipstick oder hier ist dann auch egal auch wenn es hier weniger platt begründet sein mag. Über die rhetorische Verteidigung des Normalzustands (wohlgemerkt ohne irgendwelche Auswirkungen) geht das nicht hinaus.
    Das wäre das Problem, dass ich mit der heutigen sogenannten antideutschen Linken habe, hauptsache erstmal Israel und jeder, der was dagegen sagt ist Antisemit, wenn nicht gar Nazi.

    Es grüßt,
    ♥Tekknoatze

  6. 6 Jusof Wurstmullah 06. Januar 2009 um 17:15 Uhr

    Ersteinmal geht es ja um Kritik und diese misst sich nicht an ihrer Wirksamkeit, sondern daran ob sie ihren Gegenstand trifft. Das es Israel also auch ganz ohne die Antideutschen schafft ist also weniger ein Argument als vielmehr die Begründung eines Ressentiments deutscher Linke gegen den Zionismus und gegen die, die sich hierzulande mit ihm solidarisch erklären.
    Und natürlich geht es um eine Verteidigung des Bestehenden. Israel muss als rassisistischer, bürgerlicher Staat bestehen bleiben, so lang es Antisemiten gibt. Es ist ganz einfach eine Garantie einer Schadensminimierung so lange Antisemitismus und regresive Ideologien noch existieren.
    Darüber hinaus errinert Israel an die Glücksversprechen der bürgerlichen Gesellschaft, die sich eben für Juden und Jüdinnen nicht erfüllt haben worauf hin sie 1948 neue Tatsachen geschaffen haben und sich blutig ihre eigene Nation aufgebaut haben. Die Existenz dieser Nation errinert das bürgerliche Subjekt sowohl an die oben genannten Versprechen, als auch daran, dass Nationen immer konstruiert sind und die Geburt einer solchen immer mit Gewalt verbunden ist, weshalb es allen Hass darauf projeziert.
    Solidarität mit Israel bietet also auch eine Grundlage für radikale Gesellschaftskritik. Etwas ausführlicher findet man diese Gedanken welche ich jetzt in so nem Kommentar nur grob Skizzieren konnte unter anderem in dem text „Die Konterrevolution gegen Israel“ von der Initiative Sozialistisches Forum: http://www.isf-freiburg.org/isf/beitraege/isf-konterrevolution.israel.html
    Das eben diese nicht von allen Jungantideutschen verstanden wurden kritisierst du zurecht. Trotzdem ist es leider so, dass sich die Antideutsche einer Hasswelle von Antisemiten, Deutschen und natürlich auch Nazis ausgesetzt sieht, wie sonst kaum einer hierzulande. Da denunziert man auch mal den Falschen. Schön ist das nicht, aber zu entschuldigen.

  7. 7 ♥Tekknoatze 06. Januar 2009 um 19:34 Uhr

    Richtig es geht um Kritik. Aber was nutzt die Kritik ín Gedanken? Eben, nichts.
    Aber eine Antisemitismuskritik die Israel als das höchste der Gefühle darstellt trifft den Gegenstand nicht. Ich glaub wir haben da auch eigentlich keinen Dissens, oder?
    Und Israel ist nicht tauglich „die Juden“ vor Schädigungen zu bewahren, da es doch objektiv sein Staatsvolk selbst immer wieder schädigt, Wehrdienst, Steuern, Aufrechterhaltung der bürgerlichen Freiheiten etc.
    Wen erinnert Israel denn bitte wie an das Glücksversprechen? Das bürgerliche Glücksversprechen von Luxus und Wohlstand ist doch per se zum Scheitern verurteilt. Glück ist nur auf das Unglück anderer zu haben, denn Voraussetztung für das bürgerliche Glück ist der Erfolg in der Konkurrenz.
    Bürgers, erinnert Israel doch bestimmt nicht daran, dass Nationen im Allgemeinen und ihre eigene im speziellen konstruiert sind. Israel, ja das ist nach dem zweiten Weltkrieg herkonstruiert worden, and hey be glad about it, aber die eigene Nation sei doch gewachsen, hat irgendwie ne krasse Geschichte und ist bestimmt keine Konstruktion.
    Und die bürgerliche Gesellschaft (zumindest Teile) macht in in puncto philosemtischen Bekenntnissen so mancher antideutschen Sekte einiges vor, s. Merkel zur erneuten Eskalation des Nah-Ost Konflikts.
    Naja, dass Antideutsch insgesamt mehr Feindseligkeit ausgesetzt sind als andere radikal linke Gruppierungen wage ich doch mal zu bezweifeln, bezieht sich z.B. Antideutsch bei den Nazis ja nicht auf das was wir als antideutsch definieren würden sondern ist ein Kampfbegriff für alles was ihnen irgendwie als schädlich für die Nation vorkommt von der Linkspartei über Antiimps hin zu Kommunist_innen.
    Den Text vonner ISF muss ich nochmal lesen ;)

  8. 8 Pellegrino 06. Januar 2009 um 22:10 Uhr

    moin. danke für die verlinkung ;) schicker blog hier. politische aussagen lasse ich hier mal weg.
    weitermachen!

  9. 9 Jusof Wurstmullah 06. Januar 2009 um 23:23 Uhr

    Die Existenz Israels errinert nach wie vor an die Nichterfüllung der bürgerlichen Glücksversprechen, da sie für Juden nur Vernichtung und Verfolgung brachte, in dem Moment in dem sich die bürgerliche Gesellschaft auf ihrer eigenen Grundlage selbst aufhob, nämlich im Holocaust. Und eben diese Glücksversprechen können nur in einer positiven Aufhebung der bürgerlichen Gesellschaft erfüllt werden, in der freien Assoziation in der auch der Antisemitismus aufgehoben werden kann. Bevor dies nicht geschieht, müssen sich die, die beim Konzert der Nationen außen vor blieben zur Wehr setzen und zwar mit Gewalt.
    Eigentlich bedürfte es diesem ganzen Fokus auf Israel auch nicht, wenn sich nicht die ganze Welt im Antizionismus ergötzte, und die Gewalt die von Israel auf äußerste Art und Weise kritisiert würde, wobei die Gewalttätigkeit aller anderen Staaten einfach hingenommen würd. Das hat nämlich auch Ursachen. Eine sehe ich darin, dass genau so wie du es beschrieben hast ´48 den Bürgern in Deutschland vor die Augen geführt wurde, wie eine Nation nunmal entsteht und was für eine unsägliche Gewalt die bürgerliche Gesellschaft produziert. Wundern tut man sich nämlich immer nur dann, wenn die Unterdrückten sich selbst ermächtigen und neue Tatsachen schaffen.
    Grigat hat zum Thema Nationbuilding/Glücksversprechen mal was geschrieben, und ich glaube Martin Dornis auch wobei erster sich da mehr auf Israel bezieht. Ich weiß leider grad nicht genau, wo das war…

  10. 10 Jusof Wurstmullah 07. Januar 2009 um 21:41 Uhr

    Ich hab einen Text gefunden, der meine Argumentation bezüglich der Glücksverprechen und der „Künstlichkeit“ Israels auf den Punkt bringt, den ich vor einiger Zeit gelesen hab und der meine Argumentation sehr geprägt hat. Er ist zwar nicht der einzige Text in diese Richtung, aber ein guter Einstieg in die Materie, warum Israel gehasst wird:

    Der Hass auf Israel als Verrat an der Aufklärung
    ag antifa im stura der uni halle, Juni 2006

  11. 11 ♥Tekknoatze 07. Januar 2009 um 22:03 Uhr

    Ich antworte dir morgen, ich les erstmal die beiden Texte, wenn das die jeweilige Grundlage deiner Argumentation ist.
    In der Zwischenzeit verweis ich mal auf einen Beitrag von Faultier: http://faultier.blogsport.de/2009/01/07/israelsolidaritaet-und-was-man-juden-damit-wuenscht/

    ♥Tekknoatze

  12. 12 Jusof Wurstmullah 08. Januar 2009 um 14:06 Uhr

    Das is nich dein Ernst oder, der Beitrag is echt ganz schön dünne.

  13. 13 kaputt 19. Januar 2009 um 10:44 Uhr

    der text von martin dornis:
    http://www.conne-island.de/nf/158/24.html

    war im übrigen ne antwort auf einen text von hannes gießler von der leipziger gruppe in gründung, der die ganze isf/bahamas schiene von der erinnerung an das bürgerliche glückversprechen durch israel verwirft, siehe auch:
    http://www.conne-island.de/nf/156/18.html

    den text von hießler finde ich persönlich ganz gut, weil er davon abieht diese ganze israelsoli geschichte so zu überhohen, dass sie irgendwie schon ins metaphysische abrutscht, zumindest bei den unverdauten isf thesen so mancher jungantideutscher.

    israelfahnen zeigen ist eben deshalb nicht unsinnig weil man ja nicht meint damit irgendwie den nahostkonflikt beeinlfussen oder gar lösen zu können, sondern weil man dadurch eine gegnerschaft zu der antizionistischen linken und gesamtgesellschaft in deutschland und europa aufmacht.

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